ABO+2019-04-15 06:15

«Keine Zeit mehr für Greenwashing»

Fokus Klima

Der Club of Rome mit Sitz in Winterthur gehört zu den renommiertesten NGOs in Fragen der Nachhaltigkeit. Die beiden Co-Präsidentinnen üben im Interview mit dem «Landboten» Kritik an den Machteliten und setzen ihre Hoffnungen auf die Jungen.

Kämpfen seit Jahrzehnten für den Klimaschutz und für Menschenrechte und wurden letztes Jahr an die Spitze des Club of Rome gewählt: Mamphela Ramphele (l.) und Sandrine Dixson Declève. Foto: Madeleine Schoder Kämpfen seit Jahrzehnten für Klimaschutz und Menschenrechte: Die Co-Präsidentinnen des Club of Rome, Mamphela Ramphele (l.) und Sandrine Dixson Declève.

Kämpfen seit Jahrzehnten für den Klimaschutz und für Menschenrechte und wurden letztes Jahr an die Spitze des Club of Rome gewählt: Mamphela Ramphele (l.) und Sandrine Dixson Declève. Foto: Madeleine Schoder Kämpfen seit Jahrzehnten für Klimaschutz und Menschenrechte: Die Co-Präsidentinnen des Club of Rome, Mamphela Ramphele (l.) und Sandrine Dixson Declève.

(Bild: Madeleine Schoder)

  • Karin Landolt

Haben Sie an einem der Klimastreiks teilgenommen?
Sandrine Dixson Declève: Aber ja, ich war in Brüssel auf der Strasse,  in Belgien wird in allen Städten jeweils donnerstags demonstriert.

Mamphela Ramphele: Ich war nicht dabei, beobachte die Demonstrationen aber interessiert aus der Ferne. Auch in Südafrika und Kenia finden Demonstrationen statt. Allerdings überlagert sich in Afrika das Thema Klimaschutz stark mit den Problemen, die der Kolonialismus verursacht hat. Diese muss die afrikanische Gesellschaft als zusätzliche Bürde überwinden. Natürlich muss sie die Verantwortung für den Klimaschutz selbst übernehmen. Doch die westlichen  Kolonialstaaten haben dort eine Situation geschaffen, die viele Konflikte hervorbrachte.

Der Landbote