ABO+2018-11-21 16:48

Er soll Axa-Kunstschätze veruntreut haben

Angeklagt

Nächste Woche steht der ehemalige Kurator der Axa-Versicherung vor Gericht, weil er Dutzende Gemälde aus Firmenbesitz verkauft und die 850 000 Franken Erlös für sich behalten hat. Auch das IKRK und Private soll er bestohlen haben.

Diese Sommerlandschaft von Cuno Amiet aus dem Axa-Fundus brachte dem Angeklagten 33 000 Franken ein.

Diese Sommerlandschaft von Cuno Amiet aus dem Axa-Fundus brachte dem Angeklagten 33 000 Franken ein.

(Bild: PD)

  • Martin Gmür

Die Anklageschrift liest sich wie eine kurze Kunstgeschichte: 165 Kunstwerke aus verschiedenen Epochen und von ganz unterschiedlichen Künstlern sind darin aufgelistet. Von Amiet bis Armleder, von Bill bis Beuys, von Schoellhorn bis Spescha. Sie alle gingen durch die Hände jenes heute 51-Jährigen, der 2006 bei der Axa begann, die Kunstsammlung der Versicherungsfirma zu inventarisieren und zu pflegen.Ein Jahr später wurde er offiziell als Kunstkurator angestellt. Und nächste Woche steht er vor dem Bezirksgericht Winterthur. Denn, so sieht es der Staatsanwalt, der kunstaffine Jurist soll Kunstwerke aus dem Axa-Firmenbesitz auf eigene Faust verkauft und den Gewinn selber einkassiert haben. Die ersten Verkäufe datieren vom Mai 2007, die letzten von 2015. Der Verkaufserlös beträgt laut Anklageschrift insgesamt 848 000 Franken.

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