2019-05-30 13:44

«Die Statuen der Stadt sind aus ihrer Starre erwacht»

Winterthur

Am frühen Mittwochmorgen wurden einige Statuen in Winterthur verkleidet und mit Plakaten versehen. Die Aktion machte auf den Frauenstreik am 14. Juni aufmerksam.

«Hausarbeit ist kein Ehrenamt! Andrea wirft das Handtuch und übergibt Roman seinen Drittel der Hausarbeit bei gleichem Berufspensum. Denn nach wie vor übernehmen Frauen einen Grossteil der Hausarbeit», war auf dem Plakat zu lesen, das die mit einer Schürze verkleidete Statue um den Hals trug.

«Hausarbeit ist kein Ehrenamt! Andrea wirft das Handtuch und übergibt Roman seinen Drittel der Hausarbeit bei gleichem Berufspensum. Denn nach wie vor übernehmen Frauen einen Grossteil der Hausarbeit», war auf dem Plakat zu lesen, das die mit einer Schürze verkleidete Statue um den Hals trug.

(Bild: PD)

Plöztlich trugen sie Schürzen, Schals, Kleider, hatten Kochutensilien dabei und Plakate mit ausformulierten Forderungen um den Hals: am frühen Mittwochmorgen war das Aussehen zahlreicher Frauenstatuten in der Stadt Winterthur verändet worden. «Stadtverschönerung» nannte das Frauenstreik Kollektiv Winterthur seine Aktion mit der es auf den Frauenstreik vom 14. Juni aufmerksam machen wollte.

Mit den Aufschriften auf den Plakaten wiesen die Initiantinnen auf die sichtbare und unsichtbare Arbeit der Frauen hin und auf ihren Kampf für eine tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau.

«Heute morgen früh sind die Statuen dieser Stadt aus ihrer Starre erwacht. Sie können und wollen dem patriarchalen Geschehen in diesem Land nicht mehr weiter zusehen. Sie solidarisieren sich allesamt mit den Forderungen des feministischen Streiks und verweigern ab sofort die ihnen zugewiesene, in Blei gegossene, in Stein gemeisselte Rolle», erklärte das Frauenstreik Kollektiv Winterthur in einer Mitteilung, die per Email an die Medien verschickt wurde.

ani/PD