2019-08-12 22:17

Pflichtsieg vor dem ersten Höhepunkt

Faustball

Die Schweizer bezwingen an der WM auf der Schützenwiese die USA 3:0. Am Dienstag kommt es zum Spitzenmatch gegen Mitfavorit Brasilien.

Die Schweizer (links David Berger) überzeugten im zweiten WM-Spiel auf der Schützenwiese gegen die USA mit einer konzentrierten Leistung.

Die Schweizer (links David Berger) überzeugten im zweiten WM-Spiel auf der Schützenwiese gegen die USA mit einer konzentrierten Leistung.

(Bild: Fabio Baranzini)

  • Fabio Baranzini

Nach dem Auftaktsieg gegen Chile stand am zweiten Spieltag das Duell mit den USA bevor. Die Amerikaner sind die nominell schwächste Equipe der Gruppe. Entsprechend klar war die Favoritenrolle verteilt: Alles andere als ein deutlicher Sieg der Schweizer Auswahl wäre eine Überraschung.

Im Vergleich zum ersten Spiel startete die Schweiz mit einer veränderten Aufstellung. Im Angriff liefen Christian Lässer und Captain Ueli Rebsamen auf. Beide waren an dieser WM bisher noch nicht zum Einsatz gekommen, genauso wie Abwehrspieler Kenneth Schoch. Komplettiert wurde die Startformation von Mario Kohler (Zuspiel) und David Berger (Abwehr).

Vorgaben optimal umgesetzt

«Wir müssen mit viel Leidenschaft spielen – für uns und für die Zuschauer. Wenn uns das gelingt, kommt es richtig gut», hatte Co-Nationaltrainer Stephan Jundt vor der Partie gefordert. Und der Auftakt gelang optimal. Lässer eröffnete die Partie mit einem Ass. Auch der Elgger Ueli Rebsamen überzeugte mit clever platzierten Schlägen und verwertete die Bälle der Hinterleute souverän. Den ersten Satz gewannen die Schweizer so 11:7. «Wir sind sauber ins Spiel gekommen, hatten keine einfachen Fehler drin und haben unser Ding durchgespielt», sagte Lässer, der bei seinem ersten WM-Auftritt stark spielte.

Im weiteren Verlauf der Partie wechselte Nationaltrainer Oliver Lang auf allen Positionen durch und setzte so alle zehn Spieler ein. Das Niveau des Spiels litt darunter in keinster Weise. Im Gegenteil: Je länger die Partie dauerte, desto stärker wurden die Schweizer. 11:5, 11:4 konnten sie die Sätze zwei und drei für sich entscheiden und feierten damit einen ungefährdeten 3:0 Sieg.

Entsprechend zufrieden war Oliver Lang: «Die Jungs haben genau das umgesetzt, was ich gefordert hatte. Jeder hat seine Leistung gebracht. Natürlich waren die USA nicht der stärkste Gegner, aber ich habe an einem grossen Turnier noch selten erlebt, dass wir einen sogenannt kleinen Gegner so souverän geschlagen haben.» Zufrieden war auch David Berger: «Wir konnten uns von Satz zu Satz steigern und jeder durfte spielen. Das hat richtig Spass gemacht und auch die Bedingungen waren toll.»

Härtetest gegen Brasilien

Am Dienstag ab 20.15 Uhr werden die Schweizer erstmals an dieser WM so richtig gefordert. Im letzten Vorrundenspiel wartet das Duell mit Brasilien. Die Südamerikaner zählen wie die Schweizer zu den Turnierfavoriten und haben ihre ersten beiden Spiele 3:0 und 3:1 gewonnen. Das letzte Kräftemessen vor der WM hatten die Schweizer am Vorbereitungsturnier in Wigoltingen 1:3 verloren. Gelingt ihnen heute die Revanche, beenden sie die Vorrunde als Gruppensieger. «Wir wissen, dass die Brasilianer die stärksten Gegner der Gruppe sind. Aber wir haben im Verlauf des Turniers auch einige Dinge gesehen, wie wir sie knacken können», blickt Berger voraus.

Vor dem Schweizer Match kommt es zu einem weiteren Treffen zwischen zwei Teams der Top 4 der Welt: Titelverteidiger Deutschland spielt um 19 Uhr gegen Österreich. Beide Mannschaften haben, wie die Schweiz, ihre ersten beiden WM-Spiele 3:0 für sich entschieden.

landbote.ch