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Die Kleinen sind die grossen Verlierer

Die Kirchgemeinde Wildberg hätte nach dem neuen Finanzausgleich viel weniger Geld zur Verfügung, um ihre Kirche zu pflegen.
Die Kirchgemeinde Wildberg hätte nach dem neuen Finanzausgleich viel weniger Geld zur Verfügung, um ihre Kirche zu pflegen.
Moritz Hager

Ruedi Morf schüttelt den Kopf. Der Finanzvorstand der reformierten Kirche Kyburg hat nachgerechnet, Grafiken und Tabellen erstellt und kommt zum Schluss: «Die Formeln, die dem neuen Finanzausgleich der Landeskirche zugrunde liegen, sind mangelhaft.» Sein Fazit: «Es ist kein Ausgleich, sondern lediglich eine Umverteilung der Gelder.» Morf ist Physiker. Und wenn ein Physiker ein System anschaue und schon im Voraus eine Instabilität voraussagen könne, «dann ist das dumm, wenn man es trotzdem einführt».

Am 2. Juli entscheidet die Synode über den Antrag des Kirchenrates. Bis anhin war es so, dass die Kirchgemeinden einen Antrag auf Finanzausgleich stellen konnten. Voraussetzung dafür war ein Steuerfuss von aktuell mindestens 14 Prozent. Ein Gremium hat die Leistungen nach dem sogenannten Defizitdeckungsverfahren bemessen. Das heisst, es hat die Differenz berechnet zwischen Steuererträgen und dem für den Betrieb benötigten Aufwand.

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